Geschichte unserer Gartenanalage

Kleingartenanlage Falkenhain (Kleingartenverein „Am Rainbach” Falkenhain)

Anlegung der Anlage: 1935.
Erweiterung: 1945 im Rahmen der Bodenreform. An der Westseite der alten Anlage führte ein Weg zum Sportplatz Falkenhain. Hier wurde später noch mehrere Parzellen angelegt.

Der 1. Vorsitzende des Kleingartenvereins ist Ernst Hönig.
Das Gelände zwischen der Parkmauer und der Kleingartenanlage diente als Festplatz.
Die Grenze zwischen alter und erweiterter Anlage bildet der Rainbach.

Die gesamte Anlage befindet sich auf einer Fläche, welche vom Braunkohlentagebau der Grube Phönix Mumsdorf erfasst wurde. Nach der Auskohlung erfolgte die Verkippung des Tagebaues und die Wiederurbarmachung der Fläche. Die angrenzende Schonung in Richtung Mumsdorf wurde 1933, ebenfalls auf verkippten Tagebaugelände angepflanzt.

1937

Bau des Wasserbehälters: 1937
(Abbau des Wasserbehälters erfolgte im Mai 2016, das Gebäude erhielt ein Flachdach).

Bau von Gartenlauben im Jahre 1937:

Schnorfeil, Franz
Schiffer, Arno
Ebert, Robert
Schnorfeil, Herbert
Hönig, Ernst

1938

Bau der Abortgebäude: 1938

Bau von Gartenlauben im Jahre 1938: Baum, Richard
Bock, Erwin
Böttger, Erwin
Hausmann, Walter
Krause, Walter
Langendorf, Albin
Müller, Bruno
Plaul, Willy
Stecher, Erich
Seifert, Arthur
Seiferth, Willy
Steinert, Richard

1939

Bau einer Gartenlaube im Jahre 1939:

Weber, Emil

Im Jahre 1944 wird die zweigleisige Kohlebahntrasse vom Tagebau Phönix-Ost bis zum Bunker der Brikettfabrik Phönix Mumsdorf gebaut. Sie durchschneidet die Kleingärten von Willy Seiferth, Johannes Studinski und einem weiteren mir nicht namentlich bekannten Gartenfreund. Ein kleiner Tunnel, nur geeignet für Fußgänger und Handwagen, bildet den Haupteingang zur alten Kleingartenanlage.

Ein Schreiben der Gemeinde Falkenhain vom 8. Februar 1946 an den Landrat Zeitz belegt, dass im Zuge der Bodenreform in der Gemeinde Falkenhain 118 Kleingärten mit je 600 qm und Kleingärten mit je 400 qm an die Einwohner von Falkenhain verkauft wurden. Alle Kleingärtengrundstücke gingen im November 1946 rechtskräftig und schuldenfrei in persönliches und vererbbares Eigentum über. Die abgesteckten Grundstücke der im Jahre 1945 erweiterten Anlage waren nummeriert. Sie wurden an die Bewerber per Los vergeben. Diese Fläche war nach der Verkippung nur grob planiert, es gab viele Senken. Nur wenig Mutterboden war aufgetragen worden. Die Grube „Phönix” lagerte Mutterboden für diese Parzellen am Ortsausgang von Falkenhain (links von der heutigen Straße Falkenhain – Bünauroda) auf einer Kippfläche. Mit Handwagen fuhren die neuen Grundstücksbesitzer den Mutterboden auf ihre Parzelle. Sie rekultivierten so auf dieses Weise ihre Parzelle in Eigeninitiative. Die erste Wasserleitung der Neuanlage legten die Grundstücksbesitzer Oswald Kämpfer, Alfred Petzold, Paul Steinert und Ernst Voigt an. sie leiteten vom Rainbach aus das Wasser auf ihre Grundstücke und entnahmen es aus Senkschächten.

Ein Schreiben der Gemeinde Falkenhain vom 8. Februar 1946 an den Landrat Zeitz belegt, dass im Zuge der Bodenreform in der Gemeinde Falkenhain 118 Kleingärten mit je 600 qm und Kleingärten mit je 400 qm an die Einwohner von Falkenhain verkauft wurden. Alle Kleingärtengrundstücke gingen im November 1946 rechtskräftig und schuldenfrei in persönliches und vererbbares Eigentum über. Die abgesteckten Grundstücke der im Jahre 1945 erweiterten Anlage waren nummeriert. Sie wurden an die Bewerber per Los vergeben. Diese Fläche war nach der Verkippung nur grob planiert, es gab viele Senken. Nur wenig Mutterboden war aufgetragen worden. Die Grube „Phönix” lagerte Mutterboden für diese Parzellen am Ortsausgang von Falkenhain (links von der heutigen Straße Falkenhain – Bünauroda) auf einer Kippfläche. Mit Handwagen fuhren die neuen Grundstücksbesitzer den Mutterboden auf ihre Parzelle. Sie rekultivierten so auf dieses Weise ihre Parzelle in Eigeninitiative. Die erste Wasserleitung der Neuanlage legten die Grundstücksbesitzer Oswald Kämpfer, Alfred Petzold, Paul Steinert und Ernst Voigt an. sie leiteten vom Rainbach aus das Wasser auf ihre Grundstücke und entnahmen es aus Senkschächten.

Vorsitzende des Kleingartenvereins nach Ernst Hönig: Erwin Heintze aus Falkenhain Gerhard Kipping aus Falkenhain, dann wohnhaft in Lucka Henri Eifrig aus Prößdorf Ingrid Zehmisch aus Lucka Sven Stuike aus Regis-Breitingen

Im Frühjahr 2006 erfolgte der Abriss des Tunnels, welcher den Haupteingang zur alten Kleingartenanlage bildete.

Auf dem Thüringer Ehrenamtstag am 23. September 2006 in Altenburg wird der Vorsitzende Henri Eifrig für sein langjähriges gemeinnütziges Engagement mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.

Der Rainbach hatte für die Kleingartenanlage eine große Bedeutung. Das Quellgebiet des Rainbaches befand sich in der Nähe des Ortes Wuitz. Mitte der 1950er Jahre wurde der Ort Wuitz und das Quellgebiet des Rainbaches vom Braunkohlenbergbau erfasst, Ort und Quellgebiet verschwanden für immer. Die Brikettfabrik Phönix Mumsdorf versorgte danach dem Rainbach mit Wasser. Als die Brikettfabrik geschlossen wurde, speiste das Kraftwerk Mumsdorf bis zu seiner Schließung den Rainbach mit Wasser aus dem Rusendorfer See, einem Tagebaurestloch der Grube Bismarck Zipsendorf. Ab dem 31. Oktober 2013 wird vom Rusendorfer See kein Wasser mehr in den Rainbach gepumpt. Der Rainbach führt nun kein Wasser mehr durch die Kleingartenanlage, er ist verlandet. Betroffen von der Verlandung ist auch der Falkenhainer Parkteich und sein Lauf durch Falkenhain. Nur bei Stark- oder Dauerregen sammelt sich Wasser in diesem Rainbachbett. Der einstige Festplatz, gelegen zwischen Park und Kleingartenanlage, dient in heutiger Zeit als Parkplatz.

Reinhard Steinert, ehrenamtlicher Ortschronist